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Kirchliche Schulen als Kooperationspartner

In der Schule „fürs Leben“ pauken und in der Jugendarbeit leben und glauben lernen: diese Trennung der Bildungsaufgaben funktioniert nicht mehr. Deshalb haben sich kirchliche Schulen schon immer als Lern- und Lebensräume für junge Menschen verstanden und sehen sich auf dem Weg, diese Verbindung immer stärker auszugestalten.

Die Leitmotive dieser kirchlichen Schulen decken sich in vielen Bereichen mit den Zielen kirchlicher Jugendarbeit. (z.B.: „Der BDKJ schafft Rahmenbedingungen, damit junge Menschen ihren Glauben leben können“ (www.bdkj.de) oder: „jungen Menschen in ihren Lebenswelten begegnen und sie zu einem eigenen Glauben an Jesus Christus einladen“ (www.ejwue.de)). Aus diesen sich überschneidenden Zielsetzungen heraus entwickelt sich ein erst in Ansätzen ausgeschöpftes Potenzial für fruchtbare Zusammenarbeit.

Jugendliche brauchen Ansprechpartner, die für sie da sind und ihnen als Gesprächs-, manchmal auch als „Sparrings“-partner zur Verfügung stehen – im Unterricht, aber auch weit darüber hinaus. Gemeinsam geht es um eine Haltung gegenüber „Gott und der Welt“.

Neben den Lehrkräften und den Mitarbeitern in Ganztagsbereichen sind hierbei überzeugende und mitreißende Persönlichkeiten aus der kirchlichen Jugendarbeit besonders gefragt. Mit ihnen zusammen können Jugendliche neue, kreative Formen gelebter Spiritualität entwickeln, gesellschaftlich bedeutsame Werthaltungen einüben und eine religiöse und interreligiöse Sensibilität erlernen, die einer modernen pluralen Gesellschaft im Wortsinn Not tun.

Dieses Miteinander von kirchlicher Jugendarbeit und christlicher Schule ist immer noch nicht selbstverständlich und an manchen Stellen geprägt von Vorsicht und Skepsis. Deswegen braucht es an vielen Stellen den mutigen Versuch und das entschlossene Wagnis - weil beide Partner letztlich nur gewinnen können, vor allem aber die Schülerinnen und Schüler.