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Räume der Stille –
die „ganz anderen“ Orte im Schulalltag

Schule ist kein Ort der Stille. Ein punktueller Rückzug des Einzelnen ist nahezu unmöglich. Dennoch wird Stille mehr und mehr gesucht. Räume der Stille dienen der Schulgemeinschaft und dem Schulleben. Es sind „andere“ Orte an der Schule, die zur Einübung von Achtsamkeit und Spiritualität einladen. Von ihnen können Impulse ausgehen, die Hektik und Stress, Lärm und Verkümmerung mitmenschlicher Umgangsformen ein Gegengewicht bieten.

Am Otto-Hahn-Gymnasium, Ludwigsburg, und am Hölderlin-Gymnasium, Nürtingen, sind Räume entstanden, die bewusst auf nahezu alle Einrichtungsgegenstände verzichten. In Ludwigsburg befindet sich lediglich eine große Baumwurzel im Zentrum, die das Suchen nach der eigenen Mitte visualisieren soll. In Nürtingen wurde der Künstler Wolfgang Thiel mit der Gestaltung des Raums beauftragt. 3x3 Sitzwürfel aus lasiertem Holz und einfache Sitzkissen bilden die einzige Ausstattung. Dahinter steckt die Auffassung, dass Gemütlichkeit kein Kriterium für Raumqualität ist und Schlichtheit im Äußeren die Phantasie eher zu öffnen vermag als Räume, die richtungsweisend gestaltet sind. An der Grund-, Haupt- und Werkrealschule Calw dagegen entstand ein buntes Wohnzimmer, das von der gesamten Schulgemeinschaft gern und vielfältig genutzt wird.

Beispiele für Nutzungsmöglichkeiten: Morgenbesinnungen, Religionsraum für kleinere Gruppen, Stilleübungen und Meditationen, Ruhebereich, Raum, um über aktuelle Ereignisse zu reden, Einzelgespräche, Lesenacht mit Kleingruppen und vieles mehr.


alle Schüler und Schülerinnen alle Schularten
durchgehend